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Künstler / Produktion

Karl Valentin - Abgründe eines Komikers. Michael Lerchenberg porträtiert Karl Valentin

Michael Lerchenbergs präsentiert den grandiosen Komiker, Humoristen, Autor, Schauspieler und Filmproduzenten Karl Valentin und seine kongeniale Partnerin Liesl Karlstadt.
Akteur am Cello: Jost-H. Hecker
Valentins Sketche, Stücke und Filme sind Klassiker. Den „Firmling“ oder die „Orchesterprobe“ kennt beinahe jeder und manches wie der „Buchbinder Wanninger“ ist zumindest im süddeutschen Sprachraum sprichwörtlich geworden. Sein Humor ist geprägt von einem außergewöhnlichen Sprachwitz, sodass ihn die zeitgenössischen Kritiker als „Wortzerklauberer“ lobten. Valentin war Pessimist, seine Komik ist oft tragisch und genährt durch den ständigen Kampf mit alltäglichen Dingen wie der Auseinandersetzung mit Behörden und Mitmenschen. Und wie sich die Tücken und Katastrophen des Alltags in seinem künstlerischen Schaffen berghoch türmten, taten sie das auch in seinem Privatleben.
Michael Lerchenberg lotet diese Abgründe im Leben und Werk Karl Valentins aus. Er liest und rezitiert, er erzählt und spielt und schlägt die große Trommel. Mit ihm agiert und streicht am Cello Jost-H. Hecker.


Besetzung
Michael Lerchenberg Texte, große Trommel
Jost-H. Hecker Cello

siehe auch
» Michael Lerchenberg
» Ludwig Thoma - ein schwieriger Bayer, Michael Lerchenberg porträtiert Ludwig Thoma
» Jozef Filsers Briefwexel - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma
» Heilige Nacht - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma
» Pfarrer, Pfaffen und Pastoren. Von Scheinheiligen und Heiligen - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma.

Pressetexte
» Karl Valentin – Abgründe eines Komikers. Ein Live-Porträt von Michael Lerchenberg. Akteur am Cello: Jost-H. Hecker
Pressefotos
» Lerchenberg Karl Valentin Plakat
» Michael Lerchenberg Jost H. Hecker
» Michael Lerchenberg trommelnd

Pressestimmen

15.03.2016, Münchner Merkur Dachauer Nachrichten

"... zwei Stunden über die Abgründe eines Komikers, in denen keine einzige Minute fehlen dürfte. Die zwei erwecken Karl Valentin zum Leben ... und das so leidenschaftlich, authentisch und so irre komisch, dass man denken könnte, Valentin selbst sei an diesem Abend in Indersdorf zu Gast."

Regina Peter

20.01.2015, Süddeutsche Zeitung

Das Programm ... ist tiefgründig, intelligent und schauspielerisch wie musikalisch auf sehr hohem Niveau. Viel Applaus!

Sylvia Böhm-Haimerl

19.02.2014, Münchner Merkur

"... ein Tisch, zwei Stühle, ein Bierkrug. Das war der Rahmen für Lerchenberg und Hecker. Ersterer erschien mit einer Blechtrommel in rot-weiß auf der Bühne und trat nach einem Auftaktgedicht wieder ab. Doch dann legten sie so richtig los und gestalteten einen Abend, bei dem die Chemie zwischen Künstlern und dem begeisterten Publikum stimmte."

(sie)

27.01.2014, Donaukurier, Ingolstadt

„...hat Michael Lerchenberg mit diesem Kabarettabend seine ganze Leidenschaft in die dargebotenen Stücke gelegt. Allen voran die schauspielerische Glanzleistung in ’Der Firmling’, wobei er in drei Rollen schlüpft und zudem den Part des Erzählers übernimmt.
Bei geschlossenen Augen konnten da die Zuhörer fast vergessen, dass der schlaksige Münchner und seine pummelige Gegenspielerin selber nicht anwesend waren. Einfach brillant!“

Sandra-Isabel Knobloch

20.01.2014, Isar-Loisach-Bote

„...Dass Lerchenberg diesen und all die anderen Valentin-Texte nicht einfach nur vorlas, sondern sie regelrecht inszenierte, machte den Abend zu etwas ganz besonderem. So folgte eine schauspielerische Glanznummer Lerchenbergs auf die nächste, und jagte eine Pointe die nächste. Der Schauspieler wechselte die Stimmhöhe, das Tempo, gestikulierte wild, trommelte und schien voll und ganz in diesem Programm und den Texten aufzugehen. ...“

Nina Daebel

19.01.2014, oberland.de

„...In Erinnerung an diesen außergewöhnlichen Abend bleibt jedoch die heitere Seite dieses unvergessenen Humoristen, sein Infantilismus, seine verschrobenen Ideen, seine Lust am Spielen, Verkleiden, Verkörpern und Scheitern von Kleinbürgern. Oder einfach nur die Wortakrobatik – vor allem von Liesl Karlstadt. Wer versucht Isopropylpropenylbarbitursauresphenyl-dimethyldimethylaminopyrazolon auswendig aufzusagen, wird bald aufgeben. Dieses Bandwurmwort wiederholt die Karlstadt immer wieder bei dem Kurzfilm ’In der Apotheke’, als sie einem Vater (Karl Valentin) ein Medikament dieses Namen gegen das Zahnen seines Sohnes empfiehlt. Michael Lerchenberg schafft es auch, spielend. Und erhält dafür genauso Beifall, wie der Cellist Hecker, der die Rezeptur für den Russischen Salat mit Besenstil und Lebertran und anderen unpassenden Zutaten scheinbar ohne Luft zu holen und mit sanft gestrichener Cello-Begleitung bei sich steigerndem Tempo vorträgt – bis zur Taktzahl 192. Michael Lerchenberg hält als Nachweis ein Metronom ans Mikrofon. Jost-H. Hecker sorgt überhaupt für musikalisch stimmige Atmosphäre mit leicht schräger Melodieführung, die oft ins melancholische Moll gerät, mit Kratzen Wiegen, Saitenschwirren – einfach genial. ...“

Barbara Semelka

14.01.2014, Donaukurier Ingolstadt

"... der Abend bot sowohl Fans als auch Neulingen ein rundes Bild des Münchner Komikers im beruflichen, aber auch im privaten Dasein. ...einfach brillant!"

Sandra-Isabel Knobloch

21.10.2013, Frankenpost

„...Die Widersprüche in Valentins Leben brachte vor allem Cellist Jost-H. Hecker zum Ausdruck. Unter die Haut gingen in Waldersdorf seine Abwandlungen altbekannter Münchner Lieder. ...“

Oswald Zintl

17.11.2012, Süddeutsche Zeitung

„...Seinen vielleicht besten Auftritt hatte der Schauspieler ... am Ende des Abends, als er die Parts der beiden Ikonen im berühmten ’Der Firmling’ übernahm (mitsamt Kellner und Erzähler). Stark war es, wie der 59-Jährige zwischen den Rollen changierte, den immer besoffener werdenden Kleinbürger Valentin ebenso anschaulich rüberbrachte wie den Firmling (’Ah, heit is zünftig’) sowie den distinguierten Kellner. Der Wechsel in Stimmhöhen, Timbre, Gestus und Launen gelang ihm in eindrücklicher, temporeicher Inszenierung. ...“

Udo Watter

14.11.2012, Frankenpost

„...Den Vogel aber schießt Hecker ab, als er sich zu Valentins ellenlangem Schnellsprechlied ’Rezept zum russischen Salat’ von 1902 selbst begleitet - und das im Wettbewerb mit einem immer schneller werdenden Metronom.
Atemberaubendes hat auch Michael Lerchenberg noch zu bieten. Ohne Requisiten, ganz allein an einem kleinen Tisch sitzend, spielt er den Valentin-Karlstadt-Sketch ’Der Firmling’. Und er macht ihn zur Glanznummer - zu einem Feuerwerk an schauspielerischem Können, dass auch der echte Valentin kaum besser hätte bieten können. Eine Stunde großer Komödianten.“

Kerstin Starke

07.11.2012, Münchner Merkur

„...Was die beiden Künstler da auf der Bühne vollbrachten, ließ so manchem den Mund offenstehen. Denn Michael Lerchenberg las nicht nur und Jost H. Hecker spielte auch nicht nur Cello. Lerchenberg las mit solch einer Leidenschaft, dass man im Zuschauerraum völlig vergaß, dass der große schlaksige Mann und seine kleine pummelige Partnerin längst nicht mehr selbst auf der Bühne stehen. Er interpretierte die Valentinschen Zungenbrecher, die Schnellsprechakrobatik einer Liesl Karlstadt, die skurrilen Alltagsszenen eines Ehepaares, aber auch die äußerst vulgären Lieder und Gedichte so fantastisch und mitreißend, dass der eine oder andere im Publikum andauernde Lachanfälle nicht mehr zu bändigen wusste. Nur die Tragik, die immer wieder mitmischte in der Geschichte des Münchners, erstickte das Lachen - manchmal abrupt.
Diesen Widerspruch in Valentins Leben brachte vor allem Cellist Hecker zum Ausdruck. Unter die Haut gingen seine Abwandlungen altbekannter Münchner Lieder, die immer wieder melancholisch ins Moll abrutschten. Ein wundervoller Abend. ...“

Claudia Erl

22.10.2012, Mittelbayerische Zeitung

„...Die höchste Auszeichnung eines Humoristen ist wohl bis heute, das Gütesiegel ’valentinesk’ zu erhalten und damit auf eine Stufe mit dem grandiosen Karl Valentin gestellt zu werden. Dieser unvergessene Komiker kam nun im Kultur-Schloss Theuern auf die Bühne – nicht leibhaftig, sondern in der Gestalt von Michael Lerchenberg, der in die ’Abgründe eines Komikers’ abtauchte. Man musste kein Karl-Valentin-Fan sein, um diese Lesung genießen zu können. Was hier Lerchenberg auf die Bühne brachte, musikalisch unterstützt von Jost H. Hecker am Cello, war eine atmosphärisch dichte Zusammenfassung aus Berichten von Zeitzeugen, Weggefährten, Freunden und auch Feinden des Münchner Komikers. Und Lerchenberg verstand es, bitter-komische Realsatire Münchener Kleinbürgertums wie ’Der Firmling’ oder ’Die Orchesterprobe’ als ausgezeichneter Rezitator wiedererstehen zu lassen. ...“

Christina Röttenbacher

02.04.2012, Pegnitz-Zeitung

„...Valentin kompakt, für Anfänger und Fortgeschrittene, ließe sich der Abend ... im Dehnberger Hoftheater am besten beschreiben. In der Tat lieferten Michael Lerchenberg und Jost-H. Hecker einen atmosphärisch dichten und meisterhaft interpretierten Auftritt über das Leben und Wirken des bayerischen Volksgrantlers. ...“

Isabel Krieger

22.11.2011, Süddeutsche Zeitung

„...In seinem neuen Programm, mit der beim Kulturverein Kult A 8 in der Malztenne der Odelzhausener Schlossbrauerei gastierte, ist es Lerchenberg gelungen, den Menschen Karl Valentin seinem Publikum so nah zu bringen, wie dies mehr als fünfzig Jahre nach seinem Tod nur irgend möglich ist. ... Michael Lerchenberg erzählt das Leben dieses sprachlich hochbegabten, künstlerisch außerordentlich kreativen ’Linksdenkers’, wie ihn Tucholsky genannt hat, anhand seines Werks und der vielen, meist gescheiterten Unternehmungen, zu denen etwa die Einrichtung eines ’Gruselkabinetts’ oder eines eigenen, nur wenige Wochen betriebenen Theaters gehörten. Die Texte, Couplets und Gedichte, die Valentin der Nachwelt hinterlassen hat, aber werden von Lerchenberg nicht nur ’gelesen’: Im Laufe des Abends wird Lerchenberg mehr und mehr zum Schauspieler, der Valentin und mit ihm Liesl Karlstadt leibhaftig vor Augen und Ohren des Publikums entstehen lässt. ...“

Renate Zauscher

18.11.2011, Merkur online

„...Die Texte Valentins kombinierte Lerchenberg mit Aussagen von Verwandten und Zeitgenossen. Lerchenberg ist die Gratwanderung mit den manchmal derben aber immer unterhaltsamen Passagen in Valentins Texten gelungen. Gekonnt wurde Lerchenberg begleitet mit Gesang und Musik vom Cello durch Jost-H. Hecker.
Lion Feuchtwanger beschreibt detailliert das Abschminken Valentins nach einem Auftritt. Kurt Tucholsky, schildert den Künstler fast schon liebevoll: Valentin sei ’sanft und zerbrechlich wie eine Seifenblase’. Die Komik Valentins nennt Tucholsky ’Funken aus einem merkwürdig konstruierten Gehirn’. ...“