KulturBüro Logo
Künstler / Produktion

Erotisches vom Oskar - Schamlose Weiber, gehörnte Männer ...

Monika Manz & Susanne Weinhöppel präsentieren Oskar Maria Grafs Texte aus dem Bayerischen Dekameron
Spitzbübisch, urwüchsig und frivol sind die Geschichten, die er 1928 veröffentlichte. Darin entwirft er unverkünstelt und unverstellt ein Sittengemälde des einfachen Landvolks. Er beschreibt schamlose Weiberleut und Ehemänner mit Geweih auf dem Kopf, derbe Mägde und hinterfotzige Knechte. Kleinbürgerliche, städtische Lebensverhältnisse spiegeln sich im Roman "Anton Sittinger", in dem Graf von den letzten Zuckungen erotischer Sehnsüchte einer Postinspektors-Ehefrau in der Zeit des Untergangs der Münchner Räterepublik erzählt. Den Frauen der Münchner Boheme soll er zugerufen haben: „Mehr Erotik bitte!“
Die Münchner Schauspielerin Monika Manz lässt Grafs Texte in vielen Variationen lebendig werden. Mal ist sie beinahe unbeteiligte, leicht-süffisante Erzählerin. Dann bellt sie bayerische Beleidigungen, schluchzt in bitteren Träumen, kreischt vor Entrüstung oder lässt ihr Lachen scheppernd durch den Saal hallen, nur um die schmerzverzerrte Fratze, das glücksbesoffene Wirtshausgesicht mit einem Streich vom Gesicht zu wischen und wieder nur zu erzählen.
Begleitet wird sie von der Musikerin Susanne Weinhöppel, die mit ihrer Harfe und ihrer Stimme untermalt, forterzählt und kommentiert. „Mozärtlich und bacchantisch streicht und zupft sie die Saiten und chansoniert, schnulzt und schmeichelt sich ins Gehör.“ (tz München)


Monika Manz » Sprache
Susanne Weinhöppel » Harfe, Gesang
siehe auch
» Monika Manz
» Weihnachten mit Oskar - Monika Manz liest Oskar Maria Graf
» Oskar Maria Graf: Wir sind Gefangene!
» Oskar Maria Graf: Das Leben meiner Mutter

Pressetexte
» Erotisches vom Oskar - schamlose Weiber, gehörnte Männer
Pressefotos
» Monika Manz & Susanne Weinhöppel Farbe
» Monika Manz & Susanne Weinhöppel sw

Pressestimmen

21.10.2014, Augsburger Allgemeine

"Zwei vergnügliche Stunden mit deftigen Geschichten aus dem Bayerischen Dekameron von Oskar Maria Graf erlebten sinnlich lächelnde bis lauthals lachende, doch durchwegs gut unterhaltene Freunde der unverkünstelten Sprache unter dem Motto "Erotisches vom Oskar" im Gersthofener Ballonmuseum."

Sonja Diller

01.10.2011, Neuer Tag

„Bayerische Flüche wurden über das Publlikum hinweggeschmettert. Mal war es leise, das andere Mal zuckte der eine oder andere vor Schreck. Aber die Harfenmusik beruhigte wieder. Monika Manz las Geschichten von Oskar Maria Graf in äußerst lebendiger Form. Die Harfenistin Susanne Weinhöppel untermalte das erzählte mit wohltuenden Klängen. ...“

08.10.2010, Donaukurier

„... Monika Manz erwies sich glücklicherweise als Meisterin des süffisant-ironischen Erzählens. Genüsslich kostete sie Grafs detailreiche Beschreibungen aus. Neben einer angenehmen Erzählstimme konnte die Münchner Schauspielerin ... allerdings auch eine reiche Palette an unterschiedlichsten Stimmimitationen bieten. Den tölpelhaften Bauersburschen Lenz verkörperte sie dabei ebenso gut wie eine keifende Ehefrau oder die schon etwas in die Jahre gekommenen Stammtischbrüder. In ihrer jeweiligen Rolle lallte, kreischte, schluchzte, brabbelte oder grölte sie authentisch, so dass die Figuren in den Erzählungen lebendig zu werden schienen. ...“

Katrin Poese

28.09.2010, Frankenpost

„... Die ... Geschichten ..., die Monika Manz auswählt, führt sie ’grifffest’ auf, fast wie ein Bauerntheater, mit kräftigen Gesten, zwischen gemütlicher Schriftsprache und urwüchsigem Dialekt so schnell wechselnd wie zwischen den Rollen, in die sie sich mitreißend teilt.
... Die Interpretinnen, die hier das alte Bayern wiederbeleben, wollen nicht als Damen, sondern als erfahrene Frauen gesehen werden. Bäuerliche Zöpfe trägt Monika Manz; ihre Partnerin lässt den Haaren alle Freiheit - roten Haaren: Als braver Harfenengel geht Susanne Weinhöppel nicht durch, wenn sie hinterfotzig die Geschichten der Rezitatorin mit ’am Liad’ oder mit zünftigen, auch dissonanten Saitenspielereien umrahmt, begleitet, unterbricht. ...“

Michael Thumser