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Künstler / Produktion

Kennen Sie das Fräulein Pollinger?

Ein literarisch-musikalischer Abend.
Die Schauspielerin Johanna Bittenbinder liest aus Romanen von Ödön von Horváth. Tochter Veronika samt Band BITTENBINDER übernimmt den musikalischen Part mit eigenen Songtexten – direkt, humorvoll, poetisch und inspiriert von Soul, Funk und Jazz.
Lebenswelten junger Frauen – damals in den 1920er Jahren und heute, knapp 100 Jahre später, präsentiert das musikalisch-literarische Projekt der Bittenbinders. Das ist so verschieden und passt doch zusammen, weil es im Kern um das Gleiche geht. Hier die Lebenswirklichkeit mit ihren Zwängen, dort Hoffnungen und Sehnsüchte – gesehen aus einer weiblichen Perspektive. Fräulein Pollinger ist eine von Horváths weiblichen Lieblingsfiguren. Man begegnet ihr u.a. in den Romanen »Sechsunddreißig Stunden« (1928/1929) und »Der ewige Spießer« (1930). Sie ist arbeitslos, träumt von einem besseren Leben und vom Glück zu zweit.

Die feinfühlige und dichte Interpretation der Texte durch Johanna Bittenbinder nimmt den Zuhörer mit in die Welt des Fräulein Pollinger in der Zwischenkriegszeit des vergangenen Jahrhunderts. Bittenbinder ist Schauspielerin und aus vielen Film- und Fernsehproduktionen bekannt. (Tatort, Bulle von Tölz, München 7, Filme von Marcus H. Rosenmüller usw.) In den Niederbayernkrimis des Bayerischen Fernsehens „Sau Nummer vier“ und „Paradis 505“ spielte sie die Hauptrolle als Polizeiobermeisterin Gisela Wegmeyer. Zuletzt war sie für den Deutschen Fernsehpreis Beste Schauspielerin für ihre Rolle in dem ZDF-Film „Zwei allein“ nominiert. Demnächst wird sie in der neuen BR-Fernsehserie „Hindafing“ sowie in der Fortsetzung des ZDF-Dreiteilers „Tannbach“ zu sehen sein.

Vollblutmusikerin Veronika Bittenbinder (Gesang, Komposition und Texte) besticht durch ihre authentische Präsenz und ihre sinnlich, zarte Stimme, die direkt ins Herz geht. Selbstverständlich trifft sie den richtigen Ton in intimen Momenten oder singt und rappt elektrisierend zu den groovigen Songs. Die Kompositionen sind inspiriert von alter Soul- und Funk-Musik, gepaart mit modernen Hip-Hop-Elementen, jazzige Ausflüge inklusive. Die Texte erzählen von Liebe, Freundschaft, Übermut, Missverständnissen und Hoffnung, mal mit Situationskomik, mal mit menschlichem Tiefgang. 2017 veröffentlichte sie Ihre erste CD "Da sind wir!", trat bei der Gala zur Verleihung des Bayerischen Filmpreises auf und spielt einige Support-Konzerte bei "Ringlstetter" und "Christina Stürmer".



Besetzung
Johanna Bittenbinder » Sprache

BITTENBINDER
Veronika Bittenbinder » Gesang
René Haderer » Bass
Marius Lazar » Cajon
siehe auch
» Fünferl
» Tannöd - Johanna Bittenbinder und Heinz-Josef Braun lesen Andrea Maria Schenkel

Pressetexte
» Kennen Sie das Fräulein Pollinger? Ein literarisch-popmusikalischer Abend mit Johanna und Veronika Bittenbinder und Band BITTENBINDER
Pressefotos
» Johanna und Veronika Bittenbinder
» Johanna und Veronika Bittenbinder
» Johanna und Veronika Bittenbinder

Pressestimmen

24.02.2017, Facebook Buchhandlung Schmid

"So ein Abend macht Laune, mal wieder einen Klassiker für sich zu entdecken und dabei festzustellen, wie spannend und oft zeitlos solche Texte sein können.
Ödön von Horvaths Fräulein Pollinger als Spiegelbild der Lebenswelt vieler junger Frauen in den 20er Jahren, brillant, einfühlsam und fesselnd zum Leben erweckt durch die Vollblut-Schauspielerin Johanna Bittenbinder. Beeindruckend, wie still es während der Lesepassagen war, das Publikum gebannt und von der Auswahl der Texte beeindruckt.
Dazwischen moderne, freche und immer wieder auch einfühlsame Texte über das Leben junger Frauen in der heutigen Zeit, geschrieben und gesungen von Veronika Bittenbinder. Ein grandioser Kontrast, verstärkt durch die Funk- und Soul-Grooves der Band BITTENBINDER, an diesem Abend genial auf die Duo-Besetzung Bass/ Cajon reduziert, was das ganze noch spannender machte. Veronika Bittenbinders Stimme überzeugte dabei mit toller Bandbreite, sicher und souverän, dazu grandios am Bass Rene Haderer, der auch ordentlich Harmonie-Arbeit leistete, und ebenso beeindruckend das groovige Fundament von Marius Lazar auf der Cajon.

Hans Grünthaler

08.03.2016, Münchner Merkur

"Wer an diesem Abend gekommen war, um Johanna Bittenbinder aus Ödön von Horváth lesen zu hören, der ging mehr als begeistert nach Hause. Begeistert von den Texten und deren Vortrag. Noch mehr aber vom musikalischen Part des Abends, den Tochter Veronika und zwei Mitglieder ihrer Combo Bittenbinder zum Programm „Kennen Sie das Fräulein Pollinger?“ beigesteuert hatten."

Heidi Siefert

26.01.2015, Frankenpost

Unterdrückte Emanzipation trifft auf gelebte - und doch verbindet beide bisweilen der Wunsch nach Halt und das Gefühl von Einsamkeit. Es wirkt nach, was da Bittenbinder & BITTENBINDER so kontrastierend in den Raum geworfen haben. Ein sensationeller Abend.

Christine Wild

21.10.2014, Neuburger Rundschau

"Der überaus reizvolle Kontrast zwischen den berührenden Horvath-Texten Johanna Bittenbinders und den sinnlich vorgetragenen, zum Teil sehr lyrischen Texten ihrer Tochter Veronika wird noch durch die groovige Begleitung an Bass und Schlagzeug verstärkt. So erwies sich denn dieser Abend im Altstadttheater als ein weiteres Highlight im Reigen der gelungenen Frauenfestival- Veranstaltungen in Ingolstadt."

Elke Böcker

02.10.2014, Münchner Merkur

„...Johanna Bittenbinder trug die Texte über das Fräulein Pollinger und all ihre schönen, schwierigen, lustigen und absehbar endenden Beziehungen zum starken Geschlecht nicht nur ausdrucksstark vor, sie spielte sie derart lebensnah und authentisch, dass das Publikum im Hollerhaus förmlich in die Zeit und Geschehnisse eintauchte. Mit eigenen deutschen Texten und selbst komponierter Musik, setzte deren Tochter Vroni mit dem Schauspieler und ehemaligen Haindling-Bassisten Heinz-Josef Braun samt ihrer Band ’Bittenbinder’ gleich noch musikalische Akzente zu den Textpassagen. ...“