KulturBüro Logo
Künstler / Produktion

Ludwig Thoma - ein schwieriger Bayer, Michael Lerchenberg porträtiert Ludwig Thoma

Musik: eberwein

Michael Lerchenbergs Lesung präsentiert den wohl größten Literaten Bayerns zwischen Königreich und Weimarer Republik: Ludwig Thoma.
In Hochsprache und Dialekt hat der brillante Satiriker den Mächtigen seiner Zeit "heimgeleuchtet". Seinen zuweilen derben Bajuwarismus hat er bewusst als Waffe eingesetzt und ist gegen Spießertum, bürgerliche Doppelmoral, preußischen Militarismus, Zentrumspartei und Sozialdemokratie, Pfarrer – ja gegen fast alles ins Feld gezogen. Ausschnitte seiner Prosa, Lyrik und Satiren, seiner Komödien wie Tragödien und nicht zuletzt seine Briefwechsel dokumentieren sein Leben, aber auch seine immer wieder veränderte Gemütslage und die sich wechselnden Einstellungen zum politischen Leben seiner Zeit.

Begleitet wird Michael Lerchenberg mit Musik von eberwein, Grenzgängern in farbigen Crossover-Klangwelten aus Polka, Klezmer, Tango oder Jazz.

Besetzung
Michael Lerchenberg » Sprache

eberwein
Marlene Eberwein » Konzertharfe
Matthias Klimmer » Klarinette
Max Seefelder » Kontrabass
siehe auch
» Michael Lerchenberg
» Karl Valentin - Abgründe eines Komikers. Michael Lerchenberg porträtiert Karl Valentin
» Heilige Nacht - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma
» Jozef Filsers Briefwexel - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma
» Von Scheinheiligen und Heiligen - Michael Lerchenberg über Pfarrer, Pfaffen und Pastoren bei Ludwig Thoma

Pressetexte
» Ludwig Thoma - ein schwieriger Bayer. Lesung mit Michael Lerchenberg; Musik: eberwein
Pressefotos
» Ludwig Thoma - ein schwieriger Bayer Plakat
» Michael Lerchenberg 01
» Michael Lerchenberg 02
» Michael Lerchenberg 03
cd
Ludwig Thoma - ein schwieriger Bayer.
Musikalisch begleitet von eberwein. Live-Mitschnitt, 2 CDs. Bestellen Sie hier:

Pressestimmen

22.10.2013, Süddeutsche Zeitung

„...Lerchenberg wäre indes nicht Lerchenberg, wenn er nicht ab und an einen Seitenhieb auf das politische Geschehen von heute würfe. Und so rezitiert er genüsslich Thomas Eröffnungshymne für das bayerische Parlament 1905: ’Was ist schwärzer als die Kohle? Als die Tinte? Als der Ruß? Schwärzer noch als Rab’ und Dohle. Und des Negers Vorderfuß? Sag mir doch, wer dieses kennt! - Bayerns neues Parlament.’ Und fragt dann unschuldig, von wann das ist. ...“

Gerhard Wilhelm

07.03.2013, Donau-Anzeiger

„...Ergreifend und berührend an dem Leseabend war auch die Musik von ’eberwein’: Mit ihrem grenzüberschreitenden Crossover-Mix aus Klezmer, Jazz und Tango schienen die drei Musiker mit ihren weichen und satten Klangfarben den Versuch zu wagen, die Widersprüche und die Zerrissenheit des ’schwiergen Bayern’ Ludwig Thomas zu versöhnen.“

18.10.2011, Münchner Merkur

„ ...Die Lesung längerer und kürzerer Textpassagen, kombiniert mit autobiografischen Daten und lustigen bis lustvollen Anekdoten über Leben und Werk des Ludwig Thoma, machte den Abend nicht nur zu einem kurzweiligen literarischen Genuss, sondern zu einer informativen Veranstaltung. Fazit: Eine konzentrierte Lesung und ein launiger Abend, der wohl auch dem ewigen Schürzenjäger Ludwig Thoma gefallen hätte.“

Franziska Nau

07.02.2011, Süddeutsche Zeitung

„... Wie nähert man sich einer solchen Persönlichkeit in all ihren Widersprüchen? Indem man ihr Leben nacherzählt? Das könnte ziemlich daneben gehen. Tut es aber nicht, sondern wird zu einer Sternstunde in Sachen Thoma, wenn der Erzähler Michael Lerchenberg heißt. Der gebürtige Dachauer ist ein begnadeter Schauspieler - und ein profunder Thoma-Kenner. ... ’Ludwig Thoma war ein Zerrissener, ein königlich-bayerischer Monarchist, ein rauflustiger Anarchist, ein literarischer Sprengkörper, ein verletzlicher Mensch, der zuerst zuschlägt, weil er Angst hat, geschlagen zu werden’, sagt Lerchenberg und bringt das Kunststück fertig, genau das seinem zwischen ausgelassener Heiterkeit und atemloser Spannung wechselndem Publikum auf eine ganz persönliche, fast intime Art zu vermitteln. ...“

Dorothea Friedrich

27.11.2010, Straubinger Tagblatt

"... Doch der Abend entwickelte sich zu weit mehr als einer Lesung aus Werken Ludwig Thomas: Biografie, allbekannte Werke, Zitate aus seinen über 800 erhaltenen Briefen, Unbekanntes und Vergessenes verwob Michael Lerchenberg zu einem Gesamtkunstwerk schauspielerischen Vortrags. Auch in höchster stimmlicher Sprachakrobatik die Klarheit und Verständlichkeit der Sätze nie vergessend, gepaart mit perfekter Mimik ließ er die, teils real existierenden, teils fiktiven Gestalten aus Thomas Literaturschaffen lebendig werden. ..."

Theodor Auer

23.11.2009, Fränkischer Tag

"... In einem gelungenen Wechsel zwischen Lesung und Erläuterung der Biographie, von wiederholtem Szenenapplaus unterbrochen, erregte Michael Lerchenberg mit seiner schauspielerischen Meisterleistung die Gemüter. Sein fantastisches Mundspiel und seine perfekte Stimmenimitation versetzte den Zuschauer in den Glauben, Ludwig Thomas derbe Witze und Poltereien leibhaftig zu erleben. ..."

Charlotte Horsch

23.11.2009, Saale Zeitung

"... Alles zusammen ein sorgfältig zusammengestelltes Programm, das unglaublich spannend, dabei informativ und unterhaltsam war - weit entfernt von trockener Akademie oder heimattümelndem Stammtisch."

Christian Dijkstal

24.03.2009, Oberbayerisches Volksblatt

"Den Facettenreichtum seiner Stimme demonstrierte der Schauspieler köstlich im Gedicht über den preußischen Oberstaatsanwalt und erst recht in den Filserbriefen, bei denen er nahtlos die unterschiedlichen Figuren grandios zum Besten gab. Die Antipoden des Schriftstellers mit konservativem, rauflustigem Aggressions-potenzial und feinfühligem, verletzlichem Kern stellte Lerchenberg immer wieder dar. Berührend las er gegen Ende aus Thomas schönstem Werk in bayerischer Lyrik, der ’Heiligen Nacht’, setzte dann aber böse politische Artikel Thomas für den ’Miesbacher Anzeiger’ und Liebesbriefe an seine große Liebe Mädi von Liebermann darauf, um nochmals die Ambivalenz des Literaten aufzuzeigen.
Das Publikum dankte dem großartigen Rezitator und seinen kongenialen Musikern mit begeistertem Applaus für diesen anspruchsvollen, beeindruckenden Abend."

Margrit Jacobi

24.11.2008, Deggendorfer Zeitung

"Lerchenberg bedient sich aus seinem Schauspieler-Repertoire: Er erhebt den Zeigefinger, kneift die Augen zusammen, blinzelt schelmisch, verschränkt die Hände und reißt die Arme hoch. Er kreischt fast hysterisch, ’berlinert’ lakonisch, deklamiert exakt Gedichte und säuselt bei den Passagen über die Frauenbewegung salbungsvoll ’hurra’".

Josefine Eichwald

14.11.2008, Chamer Zeitung

"Ein ganz besonderes Faszinosum bei dieser Lesung war die enge Verzahnung von Wort und Musik. Wenn das geschriebene und gesprochene Wort durch die Kraft der Formulierung und deren Wiedergabe Bilder vor das innere Auge malt, so setzt die Musik noch zusätzliche Lichter auf. Vor allem dann, wenn sie dermaßen intensiv einwirkt, wie das hier gegeben war. Köll/Eberwein/Lerchenberg befeuern sich ständig, schaffen Raum für Phantasie. Sogar den satirischen Esprit Thomas hat dieses vorzügliche ’Creme Duett’ eingefangen. Wenn Köll zum Herzerweichen mit der Klarinette ’klezmert’ und Eberwein auf ihrer Harfe das exakt passende rhythmische Korsett liefert, geht das unter die Haut."

06.11.2008, Mittelbayerische Zeitung Kelheim

"Höhepunkt im Novembernebel: Michael Lerchenberg präsentierte ’Ludwig Thoma - ein schwieriger Bayer’ in vollendeter Form im Cabrizio. Die musikalische Gestaltung auf hohem Niveau übernahm das ’creme duett’. Ein wahres Feuerwerk an Mimik, Gestik und Stimm-Modulation brannte Michael Lerchenberg, bekannter Schauspieler, Regisseur, Theaterautor und Intendant ... ab."

dph

04.10.2008, Tegernseer Zeitung

"Es war ein Abend der Widersprüche - homogener aber hätte er nicht sein können: Eben weil Michael Lerchenberg seine Lesung ... als Abend der Brüche darstellte, hätte man den facettenreichen Charakter des Juristen, Rechtsanwalts, Schriftstellers, Redakteurs und Dramatikers Thoma nicht schlüssiger präsentieren können. Ludwig Thomas Zerrissenheit formal zu spiegeln und gleichzeitig chronologisch zu skizzieren, war ein genialer, dramaturgischer Kniff .... Gemeinsam mit Marlene Eberwein an der Harfe und Richard Köll an Saxophon und Klarinette inszenierte Lerchenberg stringente Widersprüchlichkeit. Das außergewöhnliche Klangspektrum der beiden Musiker zwischen Folklore, Jazz, Klassik und Klezmer ... war in keine Schublade einzuordnen, ... ebenso wenig wie Ludwig Thoma und sein vielfältiges Werk."

Alexandra Korimoth

28.11.2007, Augsburger Allgemeine

" ... Der politische Thoma, den Lerchenberg ebenfalls beleuchtete, ist nicht einfach zu verdauen. ... So stellte sich ein Bild ein, das Thoma mit all seinen Qualitäten und Fragwürdigkeiten klar vor Augen treten ließ. Atmosphärisch verdichtet wurde der Abend durch das hochkarätige Musikduo crème duett mit Marlene Eberwein an der Harfe und Richard Köll an Saxophon und Klarinette."

Claudius Wiedemann

23.10.2007, Süddeutsche Zeitung

" ... Im Wechsel von Lesung und kommentierenden Schilderungen skizzierte der Schauspieler an diesem am Ende auch nachdenklich machenden Abend die literarische und auch private Persönlichkeit des 1867 in Oberammergau geborenen Schriftstellers, Juristen und Redakteurs Ludwig Thoma, bei dem Lerchenberg auch in Oberhaching musikalisch stimmungsvoll vom crème duett und deren witziger Melange aus bayrischer Folklore, Jazz, Tango und Klezmer begleitet wurde."

Roswitha Grosse