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Künstler / Produktion

Jozef Filsers Briefwexel - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma

Ein Klassiker bairischer Literatur. In den Filser-Briefen steht ätzende Satire neben komischer Naivität und die Parallelen zum Hier und Heute sind allgegenwärtig. Erst recht, wenn sie von Michael Lerchenberg interpretiert werden, der wie kaum ein anderer mit bairischer Sprechkunst vertraut ist.
Thoma, Bayerns wohl größter Literat zwischen Königreich und Weimarer Republik beschreibt im "Briefwexel" die Erfahrungen des fiktiven bayerischen Landtagsabgeordneten Josef Filser, der seine Erlebnisse und politischen Kommentare von München aus in Briefform an seine Frau Mari und verschiedene Freunde und Kollegen verschickt. Filser ist der scheinheilige und auf seinen Vorteil bedachte Volksvertreter, der trotz seiner Bauernschläue die Ränke seiner Partei – des erzkonservativen Zentrums – nicht versteht. Ätzende Satire steht neben komischer Naivität und hält erstaunlich viele Parallelen zum Hier und Heute parat. Die Briefe sind in unbeholfenem Bairisch geschrieben und für eine überzeugende Präsentation auf der Bühne braucht es ein Multitalent wie Michael Lerchenberg. Er darf sich mit Fug und Recht als der derzeit beste Interpret der Filser-Briefe bezeichnen, schreiben die Kritiker.

Michael Lerchenberg, Regisseur, Schauspieler und langjähriger Intendant der Luisenburg-Festspiele, erlangte Popularität als Darsteller von Edmund Stoiber beim Starkbieranstich auf dem Nockherberg. Von 2008 bis 2010 hat er als Bruder Barnabas für die Rolle des Fastenpredigers neue Maßstäbe gesetzt. Außerdem wirkte er in vielen Fernsehserien mit wie „Löwengrube“, „Der Bulle von Tölz“ u.a.


Besetzung
Michael Lerchenberg » Sprache

Musik
Niederbayerischer Musikantenstammtisch
siehe auch
» Michael Lerchenberg
» Ludwig Thoma - ein schwieriger Bayer, Michael Lerchenberg porträtiert Ludwig Thoma
» Heilige Nacht - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma
» Karl Valentin - Abgründe eines Komikers. Michael Lerchenberg porträtiert Karl Valentin
» Pfarrer, Pfaffen und Pastoren. Von Scheinheiligen und Heiligen - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma.

Pressetexte
» Michael Lerchenberg & Der Niederbayerische Musikantenstammtisch
Pressefotos
» Ludwig Thoma Filzerbriefe Plakat
» Michael Lerchenberg 01
» Michael Lerchenberg 03
» Musikantenstammtisch
cd
Jozef Filsers Briefwexel.
Musikalisch begleitet von der "Altneihauser Feierwehrkapelln". Live-Mitschnitt, 2 CDs. Bestellen Sie hier:

Pressestimmen

25.01.2017, Augsburger Allgemeine Gersthofen

"... Lerchenbergs bitterböses Mundartgefrotzel war irgendwo zwischen Gerhard Polt und Franz Josef Strauß angesiedelt, wogegen bei den weinerlichen Szenen auch leichte Ansätze von Stan Laurel nicht wegzuleugnen waren – geistvolle Reflexionen über den katholischen Männerverein Tuntenhausen wurden zum Teil sogar professionell gejodelt. Die zünftigen Ländler der Begleitkapelle trugen ihr übriges zur bayerischen Gemütlichkeit bei."

Thomas Hack

27.10.2015, SZ Starnberg

"Die Lesung dieser bauernschlauen, treuherzigen Bekenntnisse ist eine Paraderolle für Michael Lerchenberg. ... Das Seeshaupter Publikum feierte Lerchenberg und spendete auch dem Niederbayerischen Musikantenstammtisch großen Applaus".

Patrizia Steipe

25.03.2014, Süddeutsche Zeitung

"Lerchenberg darf mit Fug und Recht als der derzeit wohl beste Interpret von Thomas Filserbriefen gelten. ... er liest nicht nur die Briefe des königlich-bayrischen Abgeordneten ..., er begibt sich mit lustvollem, schauspielerischen Furor in die Rolle des derb-schlauen Bauern, den es in die Landeshauptstadt verschlagen hat, wie auch in die eines jeden Briefpartners von Josef Filser.... Bairische Sprache und sehr authentisch wirkende Musik vom Niederbayerischen Musikantenstammtisch haben hier zusammengefunden. Entsprechend begeistert war das Publikum."

Renate Zauscher

02.04.2012, Augsburger Allgemeine

„...Michael Lerchenberg ist ein Multitalent. Seine stimmlichen Nuancierungen faszinieren und amüsieren. So schlüpft er in die Rolle Filsers, seiner keifenden besseren Hälfte Marie, in die seines G’spusis, eine Frau mit echt böhmischem Zungenschlag, ein ausgekochtes Luder, die ihm ein Kind unterjubeln will. Es ist buchstäblich ein ’Ein-Mann-Theater-Abend’, den die Besucher mit reichem Beifall honorieren, der aber auch der klassischen bayerischen ’Musi’ gilt.“

Ursula Katharina Balken

23.01.2012, Münchner Merkur

„...Michael Lerchenberg verstand es vortrefflich, die schwer zu lesenden Filserbriefe zu rezitieren, die fünf Musiker vom Niederbayerischen Musikantenstammtisch passten mit ihren Zwiefachen und Landlern perfekt. Die ’Bolidischen Gedangen’ vom ’keniglich Abgeorneten im Ruheschtand’ über ’Rähligion, Wiesenschaft, Kunzt und die Schtehlung bayerns zum Ausland’ rundeten den Abend ab, an dem die Zuhörer nicht nur einmal murmelten: ’Mei, des is heit no genauso.’ “

Annika Prem

07.02.2011, Augsburger Zeitung

„... Dieser stellte Lerchenberg sich dann doch äußerst souverän, indem er die grandiosen Standpunkte, Taten und Untaten Filsers, dem Namensgeber der mittlerweile als Gattung etablierten Filserbriefe, in komödiantischer Manier und theatralischer Färbung Revue passieren ließ. ... Temporeiche Polkas, flotte Zwiefache und launige Ländler setzten immer wieder musikalische Pointen im skurrilen Programm, das Michael Lerchenberg als profunder Thoma-Kenner lustvoll zelebrierte. ...“

08.04.2008, Münchner Merkur

" ... Kaum ein Rezitator könnte trefflicher aus den vor Rechtschreibfehlern strotzenden Briefen des Minghartiger Ökonomen lesen als der Münchner Schauspieler Michael Lerchenberg. ... Mit großem parodistischem Geschick ließ Lerchenberg sein Publikum die Seelennöte des gestrandeten Bauern miterleben, der von der angeblich von ihm geschwängerten Frau erpreßt wird ..."

Heino Herpen