Kollegium Kalksburg
GroßStadtMusik - 3wiener 1lied
Kollegium Kalksburg verfeinern die tradierte Kleinkunstform des Wienerliedes auf ganz eigene Weise. Höchst kompetent spielen sie dabei auf der Klaviatur verschiedenster Musikstile. Eindeutig subversiv und tief gründend ist der Humor der drei hochmusikalischen Originalgewächse und mit diesem künstlerischen Spektrum werden sie schon in einem Atemzug mit den Londoner "Tiger Lillies" genannt. Vincenz Wizlsperger (Dichter, Sänger, Kamm- und Tubaspieler) verfügt über alle Register subtiler Komik, die den entfesselten Narren als tragische Figur mit einschließt. Heinz Ditsch ist ein echter Virtuose an Akkordeon und der singenden Säge und Paul Skrepek ein unglaublich gelassener Kontragitarrist. Ihre zerknitterten Anzüge und alten Hüte signalisieren Morbides. Die abgehackten Dialoge wirken improvisiert, die Gestik ist skurril bis wahnsinnig. Hier proben drei blitzgescheite Burschen den ganz normalen Wiener Wahnsinn mit sichtlichem Vergnügen am sinnigen Quatsch. Immer wieder frappierend ist, wie perfekt die Panne hier geplant ist. Der Kontakt zum Publikum reißt nicht ab, ein "sterbenslustiger" Spaß für alle Beteiligten ist garantiert.

Das neue Programm: "weit samma kumma"
Programmstart in Deutschland im November 2010

Wahrlich weit ist das Kollegium Kalksburg durch zig Programme und über viele Jahre hinweg gekommen. Die drei Herren fühlen sich der Tradition des echten Wienerliedes verpflichtet, kommen alle drei aus dem Jazz und haben über die Texte zum Wiener Dialekt gefunden, indem sich so wunderbar ausdrücken lässt, was sie zu erzählen haben. Sie arbeiten mit Klischees, die sie brechen, sind nicht vordergründig politisch, sondern erzählen allgemeingültige Geschichten, die umso deutlicher ihre Haltung spüren lassen.


Besetzung
Vincenz Wizlsperger » Gesang, Moderation, Kamm, Tuba
Heinz Ditsch » Akkordeon, Singende Säge, Gesang
Paul Skrepek » Kontragitarre, Gesang

Das war
u.a. Passau (Scharfrichterhaus), Fürth (Kulturforum), Augsburg (Kreßlesmühle), Nürnberg (Bardentreffen), Regensburg (Leerer Beutel), A Hard (Kammgarn), CH Altdorf (Alpentöne), München (Tollwood), Stuttgart (Laboratorium), Fellbach (Scheune), Freiburg (Grenzenlos-Festival SWR)
Pressetexte
Pressefotos

Pressestimmen


09.09.2009, Süddeutsche Zeitung
"... So monothematisch auch das neue Programm ’Wiad scho wean’ ist, so spektakulär variiert erneut die Bandbreite der Verarbeitung. Von frühen Kabarettliedern der 20ger Jahre über Wienerlied-Klassiker von Franz Mika oder Heinz Conrads bis zu modernen (und eigenen) Kreationen... Immer aber ist alles weanerisch überlagert. Verstellen müssen sich die drei dafür nicht. Schon die improvisierten und hinreißend gemächlichen Moderationen, bei denen immer wieder miteinander Schmäh gerissen oder den Zuhöreren über manche Dialektfalle geholfen wurde, belegten ihre besondere und hinterlistige Wiener Gemütlichkeit..."
Oliver Hochkeppel

03.04.2009, Allgemeine Zeitung, Mainz
"... Das Wiener Lied ist ein Chamäleon, ein Straßenköter aus Volkslied, Wiener Klassik, Blues und Gassenhauer. Die Schrammeln Paul Skrepek (Kontragitarre) und Heinz Ditsch (singende Säge, Akkordeon) spielen höchst kompetent auf der Klaviatur verschiedenster Musikkulturen vom Balkan bis Südamerika. Was wie eine Mischung aus Buena Vista Social Club und transsylvanischer Friedhofskapelle klingt, wird mit Elementen aus Pop (Beatles), Freejazz und französischer Musette zum sterbens-lustigen Wiener Lied verfeinert."

30.03.2009, Fürther Nachrichten
"Noch wilder wird die Partie, wenn das Trio verschiedene Lieder bunt durcheinander mixt. Ein Stück von Georg Danzer wandelt sich urplötzlich zu ’Angie’ von den Rolling Stones und Wizlsperger schreit sich die Seele aus dem Leib. Hans Albers und Marlene Dietrich treffen aufeinander. Und dann wieder lässt in köstlichem Französisch Charles Aznavour grüßen - oder war es doch Adamo? Ganz egal, das Publikum ist begeistert, die drei haben selbst sichtlich Spaß an ihren schrägen Nummern voll sinnigem Quatsch. ..."
Marion Reinhardt

17.02.2009, Stuttgarter Zeitung
"Das traditionelle Wienerlied, üblicherweise per Schrammelgruppe im Heurigenlokal dem sich aus der Welt trinkenden Gast ins Ohr geraunzt, benutzt das Schrammeltrio Kollegium Kalksburg freilich nur als musikalische Ausgangsbasis zur Erkundung diverser Abstürze, Verzweiflungen und des Scheiterns an sich. Die Wiener Musiker Ditsch, Skrepek und Wizlsperger gehen weiter: Sie pferchen eigene, brutal morbide Texte zwischen betörend schön schwebende Klänge.
... Sie sind herausragende Desillusionierungskünstler."

wer

02.10.2008, Freisinger Tagblatt
"... Kollegium Kalksburg ist eine Mischung aus allem, was zwischen STS und Buena Vista Social Club denkbar ist. ...mal im Walzer, mal in Tangotakt geht die Hommage an den Wiener Dialekt weiter. ... Im ’Beziehungsblock’ darf es auch eine musikalische Verbeugung vor Georg Danzer sein. Seinen unverwechselbaren Gesang mit sich überschlagender Stimme und Textverschleifungen bis zur Unkenntlichkeit hat Wizlsperger genau so drauf wie an anderer Stelle den Einfluss des Rolling Stones-Klassikers ’Angie’."
Andreas Beschorner

17.07.2008, Süddeutsche Zeitung
"Seither haben die drei ein kongeniales Sammelsurium zwischen eigenwillig interpretierten Raritäten etwa von Ernst Kölz oder Joe Berger, ironisierten Klassikern und einer Menge von Selbstverfasstem angehäuft - alles geschickt vertont und mit dem richtigen Quantum an Charme und Grobheit dargestellt. Vor allem fallen den Dreien genügend Varianten ein, um die Litanei aus Saufen, Siechtum und Tod nie monoton werden zu lassen. Da wird der Blues ebenso bemüht wie Flamenco, Wizlsperger bläst gern vehement die Plastiktüte und findet auch in seinen stoisch verhuschten Moderationen den richtigen Ton."
Oliver Hochkeppel

21.04.2008, appenzellerland
"Die Wiener Formation steht für eine Mischung aus zerknitterter Launigkeit und feinsinniger Ironie - und all das hochmusikalisch verpackt. ... All das ergab nicht eine Serie von Schenkelklopfern, sondern einen Auftritt voll leisem Witz ..."
Corina Hugentobler

26.02.2008, Schwäbische Zeitung
" ... Raunzerei, Wehleidigkeit und Todessehnsucht, Heurigenromantik und -seligkeit, das sind die Themen, die durch alle Musikstücke scheinen. Dass alles in weinbedingt rauschhafte Unergründlichkeit abzustürzen droht oder in Raserei ausarten kann, wird nicht nur in Kauf genommen, sondern ist beabsichtigt. ... Mit ihrem Programm `Wiad scho wean` bot das Trio zwei Stunden lang das `Wienerlied`, wie es schräger, weinseliger und vor allem tiefgründig komischer nicht sein kann."
Vera Stiller

22.09.2007, Süddeutsche Zeitung
Den Rat Wizlspergers für Anfänger in Sachen Wienerlied, beim ersten Mal höchstens 45 Minuten Wienerlieder zu hören und dann nur noch 20 Minuten, da sonst bleibende Schäden zu verzeichnen wären, befolgten die Zuhörer allerdings nicht: Drei Zugaben mussten die musikalisch formvollendet am Leben Leidenden schon noch spielen!"
Franziska Günther

20.03.2007, Passauer Neue Presse
„Wohl wenige der Konzertgäste hatten sich anfangs vorgestellt, mit welcher direkten Feinfühligkeit sie beim ‚Hafner-Wirt' vom Kollegium Kalksburg durch deren Original Wiener Liederwelt geleitet wurden. ... Die tiefschürfende Larmoyanz der Jazzmusiker brachte dem Publikum das Liedgut aus den südlichen Wiener Vorortbezirken nahe und regte ganz nebenbei auch zu neuen Kochrezepten an: über ‚a bachas Hirn'“ zu luftdicht eingekauften ‚Schaas mit Gwastln' – alles in stetiger Begleitung des allgegenwärtigen Weins – der Fantasie wurden Tür und Tor geöffnet. ... Die Feststellung der Gruppe, dass ihr ‚Neurologe g'sagt hat, nach 'ner dreiviertel Stund' reicht's dem g'sund'n Publikum' wurde von diesem mit mehreren Zugabenforderungen widerlegt. Und die angeregten Gespräche und die ausgelassene Stimmung bis tief in die Nacht sprachen Bände über die Qualität dieser ‚Wiener Musicier- und Gesangstraditionstruppe'.“
Hermann Schoyerer

21.02.2006, Süddeutsche Zeitung
"... Auch an diesem Abend gelang es den drei Musikern, die Zuhörer mit ihren aberwitzigen Stil- und Tempiwechseln zu begeistern. Dabei wirkte es fast skurril, wenn Wizlsperger seine weinseligen Gstanzl darbot, während seine Kollegen am Akkordeon, der Singenden Säge oder der Kontergitarre zwischen Jazz- und Latinoakkorden hin- und herwechselten. Dass der Charme des Wiener Liedes dabei nicht verloren ging, war auch dem mimischen Talent Wizlspergers zu verdanken ... Damit gelang den Wienern ein Spagat zwischen kurzweiligem Entertainment und hochwertiger musikalischer Darbietung, der vom Freisinger Publikum gebührend gefeiert wurde.
Matthias Reichelt