
Mörderisches Bayern
Udo Wachtveitl liest Robert Hültner. Krimispektakel mit Musik, zusammengestellt von Robert Hültner aus seinen drei Kriminalromanen um den bayerischen Inspektor Paul Kajetan: Walching (1993), Inspektor Kajetan und die Sache Koslowski (1995), Die Godin (1997).
Musik: Andreas Koll
Musik: Andreas Koll
Der Abend
» Ist Literatur - einmal anders. Nicht papieren, nicht weihevoll, nicht steif sondern voller Leben, Vitalität und Musikalität
» ist eine musiktheatralische Lesung, die Emotionen weckt und die Fantasie beflügelt.
Udo Wachtveitl ist ein grandioser Leser. Er versteht es mit minimalistischer Gestik, ungeheurem Stimmvolumen und Modulationsvermögen jeder Person ihre eigene Stimme, ihren eigenen Charakter zu geben. Seine fulminante Sprechkunst bringt den Inspektor Kajetan und alle anderen Figuren aus den städtischen und ländlichen Milieus der 1920er Jahre des letzten Jahrhunderts mühelos in unsere Zeit. Hans Kriss ist der Erzähler des Abends. Er verbindet die verschiedenen Episoden und erklärt die Zusammenhänge.
Die Musik ist nicht Beiwerk, sondern gleichberechtigter Akteur, denn sie formuliert die Räume, Szenerien und Athmosphären, die Schauplätze des Theaters: Eine Stimmung am Bahnhof, die hektische Tragik auf den Straßen des revolutionären Münchens, das Knistern von „nackten Körpern auf frisch gestärkter Wäsche“, flirrende Luft im durch lange Dürre ausgetrockneten Sarzhofen. ... Angst ... Trauer ... Ausgelassenheit ... .
Andreas Koll hat hierfür eine einfache, aber klar strukturierte Musik komponiert, die den Musikern innerhalb fester Grenzen viel Platz lässt für augenblickliche Einfälle und überraschende Aktionen. Und dieser Freiraum wird genützt: Sebi Tramontana macht aus Tönen Ereignisse, er ist ein Virtuose im besten Sinn, ein Paganini der Posaune. Daneben versteht sich Erwin Rehling am Schlagwerk auf einfühlsame und präzise Begleitungen, die sich immer wieder in solistische Höhepunkte verwandeln und dem Ganzen eine Vielfalt an Stimmungen verleihen. Andreas Koll begleitet die beiden am Akkordeon und an diversen anderen Instrumenten.
» Ist Literatur - einmal anders. Nicht papieren, nicht weihevoll, nicht steif sondern voller Leben, Vitalität und Musikalität
» ist eine musiktheatralische Lesung, die Emotionen weckt und die Fantasie beflügelt.
Udo Wachtveitl ist ein grandioser Leser. Er versteht es mit minimalistischer Gestik, ungeheurem Stimmvolumen und Modulationsvermögen jeder Person ihre eigene Stimme, ihren eigenen Charakter zu geben. Seine fulminante Sprechkunst bringt den Inspektor Kajetan und alle anderen Figuren aus den städtischen und ländlichen Milieus der 1920er Jahre des letzten Jahrhunderts mühelos in unsere Zeit. Hans Kriss ist der Erzähler des Abends. Er verbindet die verschiedenen Episoden und erklärt die Zusammenhänge.
Die Musik ist nicht Beiwerk, sondern gleichberechtigter Akteur, denn sie formuliert die Räume, Szenerien und Athmosphären, die Schauplätze des Theaters: Eine Stimmung am Bahnhof, die hektische Tragik auf den Straßen des revolutionären Münchens, das Knistern von „nackten Körpern auf frisch gestärkter Wäsche“, flirrende Luft im durch lange Dürre ausgetrockneten Sarzhofen. ... Angst ... Trauer ... Ausgelassenheit ... .
Andreas Koll hat hierfür eine einfache, aber klar strukturierte Musik komponiert, die den Musikern innerhalb fester Grenzen viel Platz lässt für augenblickliche Einfälle und überraschende Aktionen. Und dieser Freiraum wird genützt: Sebi Tramontana macht aus Tönen Ereignisse, er ist ein Virtuose im besten Sinn, ein Paganini der Posaune. Daneben versteht sich Erwin Rehling am Schlagwerk auf einfühlsame und präzise Begleitungen, die sich immer wieder in solistische Höhepunkte verwandeln und dem Ganzen eine Vielfalt an Stimmungen verleihen. Andreas Koll begleitet die beiden am Akkordeon und an diversen anderen Instrumenten.
Besetzung
Udo Wachtveitl alle Rollen
Hans Kriss Erzähler
Sebastiano Tramontana Posaune
Andreas Koll Akkordeon
Erwin Rehling Schlagzeug
Hans Kriss Erzähler
Sebastiano Tramontana Posaune
Andreas Koll Akkordeon
Erwin Rehling Schlagzeug
Pressestimmen
08.03.2010, Geislinger Zeitung
„ ... Der verzweifelte Bauer, der arrogante Verwalter, der antisemitisch hetzende Baron, die erotische Mia, die neugierige Wäscherin - jede Figur wimmert, ruft, verzweifelt, lacht, kreischt, erschrickt in der Stimme des sagenhaften Vorlesers. Genial dazu komponiert hat der Begleiter am Akkordeon, Andreas Koll, eine Geschichten malende Klangvielfalt. ... “
Andrea Maier
16.11.2009, Die Augsburger Zeitung
"... Wir hören, sehen und empfinden den so schrecklich verzweifelten wie schrecklich vergeblichen Kampf wehrloser Clowns gegen die präfaschistische Menschenverachtung. Und erfahren - mal wieder - warum Lachen und Weinen so nah beieinander liegen.
Das Klischee ’Marsch’ war schon in den ersten Sekunden ermordet worden. Die Klischees vom schönen Bayern und der gemütlichen, alten Zeit abzumurksen, dauerte etwas länger - ein schöner, ein so mörderischer wie vergnüglicher Abend!"
Frank Heindl
05.11.2009, Berchtesgadener Anzeiger
„... ist es ... die knisternde Faszination, die vom Vortragenden ausgeht. Udo Wachtveitl ist einer, der mit dem Instrument Sprache trittsicher jonglieren und fesseln kann. Er braucht dazu keine Kulisse und keine Choreografie.
Wachtveitl sitzt am Tisch, die spärliche Beleuchtung ist nicht auf ihn, sondern auf seine Texte fixiert. Es ist seine wandelbare Stimme, die in Bann schlägt. ...“
21.09.2009, Süddeutsche Zeitung
"... Mit packender Mimik und pantomimisch herrlich illustrierenden Gesten verkörperte Udo Wachtveitl da in beeindruckender Personalunion den Erzähler und verschiedene markante Figuren im Dialog... Ob Hochdeutsch oder Bayerisch, flüsternd, brüllend, sich dramaturgisch räuspernd, nach Luft schnappend - und sich dann und wann bekreuzigend: Wachtveitl ließ das gesprochene Wort zu erlebten, bildhaften Szenen werden. ..."
Roswitha Grosse
14.10.2008, Donauwörther Zeitung
"... ein ’Film für die Ohren’ ließ eindrucksvolle Bilder vor dem geistigen Auge erstehen. Udo Wachtveitl stellte seine wandlungsfähige Stimme, seine sprachliche Flexibilität, seine mundartlich bayerischen Sprach- und vor allem Sprechkenntnisse und natürlich sein schauspielerisches Talent in den Dienst der Literatur. Mit Unterstützung von Hans Kriss, der die verbindenden Texte las und der Musiker ... entstand die dichte Atmosphäre einer vergangenen Welt, die einerseits so wohlig, vertraut und volkstümlich, andererseits jedoch roh, erbärmlich und grausig wirkte."
Barbara Sagel
12.09.2007, Schweinfurter Tagblatt
" ... Die Geschichten um Kajetan sind beim vielseitigen Udo Wachtveitl, einem der gefragtesten Sprecher Deutschlands, bestens aufgehoben. Mühelos schlüpft er in die unterschiedlichsten Rollen, sein Dialekt-Fundus scheint unerschöpflich. ... Seiner darstellerischen, facettenreichen Sprachkunst entspricht das Musiker-Trio aus Sebastiano Tramontana (Posaune), Andreas Koll (Akkordeon) und Erwin Rehling (Schlagzeug). Sie machen nicht nur beste Bühnenmusik, etwa einen bayrischen Landler zu einer Szene in Oberbayern oder Marschmusik-Fetzen zu den Straßenkämpfen in München.
Oft fangen die Instrumente die Worte auf, setzen sie spontan in Töne um. Tramontanas `Have you seen that Carioca` ist nicht nur ein clowneskes Bravourstück, man ahnt vielleicht auch, dass er einer der herausragenden Jazzposaunisten Europas ist."
Manfred Herker
17.06.2007, Der Vinschger
" ... Fliegend wechselte Wachtveitl die Stimme und die Mentalität. Die Personen wurden lebendig. Das ganze Spektakel fesselnd. Auch durch die musikalische Begleitung der Musiker Erwin Rehling, Sebastiano Tramontana und Andreas Koll.
Schräg, lustig, jazzig wurden Bilder, Stimmungen und Situationen intoniert und verbunden."
26.05.2007, Höchster Kreisblatt
„…Schnell wird erkennbar: Wachtveitl ist der Promi in Team, aber er ist nicht der einzige Könner. Sebi Tramontanas ebenso virtuoser wie witziger Umgang mit der Posaune, der er so nie gehörte Töne zu entlocken vermag, reißt die Zuhörer hin und erntet schon zwischendrin einen ‚Bravo-Ruf’.…“
Barbara Schmidt
26.05.2007, Frankfurter Allgemeine Zeitung
" ... Menschlich-zwischenmenschlich-Allzumenschliches, dem Wachtveitl mit Hilfe seiner Stimme Ausdruck verleiht, macht das Zuhören zum Vergnügen. Die guten Texte der Bücher von Robert Hültner haben ihren Anteil daran, doch Wachtveitl versteht eben auch herauszukitzeln, was in ihnen steckt.
Wachtveitl ist der Promi im Team, aber er ist nicht der einzige Könner. Sebi Tramontanas ebenso virtuoser wie witziger Umgang mit der Posaune, der er so nie gehörte Töne zu entlocken vermag, reißt die Zuschauer hin und ernetet schon zwischendrin einen `Bravo-Ruf`."
Barbara Schmidt
23.05.2007, Schwarzwälder Bote
„…Ein Sommergewitter prasselt plötzlich auf die Zuhörer im Bad Liebenzeller Kurhaus nieder. Fast sind die Hagelkörner auf der Haut zu spüren, so überzeugend immitieren die Musiker ganze Landschaften samt passender Stimmungen. Und da geht es gleich mitten hinein ins pralle Leben, wenn Udo Wachtveitl sympatischen Grantlern, halbseidenen Mädchen oder grimmigen Wachtmeistern Gestalt gibt. … Aber auch das Publikum taucht für zwei Stunden ab in ihre Welt, lacht über den brummigen Kommissar und all die skurrilen Charaktere, träumt bei Kuhglockengeläut von blühenden Wiesen und wacht beim Gepolter angesichts von Mord und Totschlag wieder auf – bis die Musiker in den gemütlichen Dreivierteltakt einfallen und königlich-bayerische Biergarten seeligkeit die Oberhand gewinnen.“
Martina Zieglwalner
23.05.2007, Pforzheimer Zeitung
Udo Wachtveitl ist vor allem ein begnadetes Sprechtalent, das es meisterlich versteht, mit seiner Stimme die in den Texten gezeichneten Charaktere lebendig werden zu lassen. Herrlich, wie Wachtveitl in sauberstem Hochdeutsch die Kajetan-Geschichten vorzulesen vermag, um just jene Figuren, die direkt zu Wort kommen, mit erdigem Bayerisch zu Akteuren eines lebendigen Kopfkinos machen. ... Die überaus gelungene musikalische Begleitung sorgte dafür, dass zu keinem Zeitpunkt Langeweile aufkam."
Ralf Recklies
14.05.2007, Süddeutsche Zeitung
„... Kerzenlicht. Der Abend beginnt mit Musik. Eigenwillige Töne entlockt der sizilianische Posaunist Sebi Tramontana seinem Instrument. Hektische Klänge wechseln sich mit gedehnten Quietschlauten ab. Dazwischen spuckt die Posaune Wortfetzen aus. ... Ein Zug, der stampfend näher kommt, eine lästige Fliege, Kuhglockengeläut, Vogelgezwitscher, ein niederprasselnder Sommerregen: Die Musiker verstehen es, den Zuhörer mit Schlagzeug, Quetschn, Rassel, Flöte, Kastagnetten und Posaune vom Viktualienmarkt aufs katholisch geprägte Land und wieder zurück zu katapultieren. – Das Licht geht an. ... Dieser Abend bleibt im Gedächtnis.“
Petra Fröschl
14.05.2007, Münchner Merkur
„...Unter dem Motto „Mörderisches Bayern“ – eine Textcollage aus mehreren von Hültners Romanen – erzeugte Udo Wachtveitl Gänsehaut pur im Amadeussaal, musikalisch untermalt wurde die Lesung durch herrlich verschrobene Posaunen- und Akkordeon-Einlagen. … Wachtveitl erwies sich als ausgezeichneter Charakterdarsteller, der die Beschränktheit der Akteure, aber auch ihre Hilflosigkeit, durch feinste Nuancierung im Ausdruck entlarvte.“
Rafael Sala