
Ludwig Thoma - ein schwieriger Bayer
Michael Lerchenbergs Lesung präsentiert den wohl größten Literaten Bayerns zwischen Königreich und Weimarer Republik: Ludwig Thoma. Musik: crème duett.
In Hochsprache und Dialekt hat der brillante Satiriker den Mächtigen seiner Zeit "heimgeleuchtet". Seinen zuweilen derben Bajuwarismus hat er bewusst als Waffe eingesetzt und ist gegen Spießertum, bürgerliche Doppelmoral, preußischen Militarismus, Zentrumspartei und Sozialdemokratie, Pfarrer – ja gegen fast alles ins Feld gezogen. Ausschnitte seiner Prosa, Lyrik und Satiren, seiner Komödien wie Tragödien und nicht zuletzt seine Briefwechsel dokumentieren sein Leben, aber auch seine immer wieder veränderte Gemütslage und die sich wechselnden Einstellungen zum politischen Leben seiner Zeit.
Begleitet wird Michael Lerchenberg von "crème duett" mit Musik, die von Volksmusik und Folk bis Klassik, von Jazz bis Klezmer und Swing reicht.
Begleitet wird Michael Lerchenberg von "crème duett" mit Musik, die von Volksmusik und Folk bis Klassik, von Jazz bis Klezmer und Swing reicht.
Besetzung
Michael Lerchenberg » Sprache
crème duett
Richard Köll » Klarinette, Saxophone
Marlene Eberwein » Konzertharfe
crème duett
Richard Köll » Klarinette, Saxophone
Marlene Eberwein » Konzertharfe
siehe auch
»
crème duett
» Fastenprediger Michael Lerchenberg
» Heilige Nacht - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma
» Jozef Filsers Briefwexel - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma
» Fastenprediger Michael Lerchenberg
» Heilige Nacht - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma
» Jozef Filsers Briefwexel - Michael Lerchenberg liest Ludwig Thoma
Pressetexte
Pressefotos
Pressestimmen
23.11.2009, Fränkischer Tag
"... In einem gelungenen Wechsel zwischen Lesung und Erläuterung der Biographie, von wiederholtem Szenenapplaus unterbrochen, erregte Michael Lerchenberg mit seiner schauspielerischen Meisterleistung die Gemüter. Sein fantastisches Mundspiel und seine perfekte Stimmenimitation versetzte den Zuschauer in den Glauben, Ludwig Thomas derbe Witze und Poltereien leibhaftig zu erleben. ..."
Charlotte Horsch
23.11.2009, Saale Zeitung
"... Alles zusammen ein sorgfältig zusammengestelltes Programm, das unglaublich spannend, dabei informativ und unterhaltsam war - weit entfernt von trockener Akademie oder heimattümelndem Stammtisch."
Christian Dijkstal
24.03.2009, Oberbayerisches Volksblatt
"Den Facettenreichtum seiner Stimme demonstrierte der Schauspieler köstlich im Gedicht über den preußischen Oberstaatsanwalt und erst recht in den Filserbriefen, bei denen er nahtlos die unterschiedlichen Figuren grandios zum Besten gab. Die Antipoden des Schriftstellers mit konservativem, rauflustigem Aggressions-potenzial und feinfühligem, verletzlichem Kern stellte Lerchenberg immer wieder dar. Berührend las er gegen Ende aus Thomas schönstem Werk in bayerischer Lyrik, der ’Heiligen Nacht’, setzte dann aber böse politische Artikel Thomas für den ’Miesbacher Anzeiger’ und Liebesbriefe an seine große Liebe Mädi von Liebermann darauf, um nochmals die Ambivalenz des Literaten aufzuzeigen.
Das Publikum dankte dem großartigen Rezitator und seinen kongenialen Musikern mit begeistertem Applaus für diesen anspruchsvollen, beeindruckenden Abend."
Margrit Jacobi
24.11.2008, Deggendorfer Zeitung
"Lerchenberg bedient sich aus seinem Schauspieler-Repertoire: Er erhebt den Zeigefinger, kneift die Augen zusammen, blinzelt schelmisch, verschränkt die Hände und reißt die Arme hoch. Er kreischt fast hysterisch, ’berlinert’ lakonisch, deklamiert exakt Gedichte und säuselt bei den Passagen über die Frauenbewegung salbungsvoll ’hurra’".
Josefine Eichwald
14.11.2008, Chamer Zeitung
"Ein ganz besonderes Faszinosum bei dieser Lesung war die enge Verzahnung von Wort und Musik. Wenn das geschriebene und gesprochene Wort durch die Kraft der Formulierung und deren Wiedergabe Bilder vor das innere Auge malt, so setzt die Musik noch zusätzliche Lichter auf. Vor allem dann, wenn sie dermaßen intensiv einwirkt, wie das hier gegeben war. Köll/Eberwein/Lerchenberg befeuern sich ständig, schaffen Raum für Phantasie. Sogar den satirischen Esprit Thomas hat dieses vorzügliche ’Creme Duett’ eingefangen. Wenn Köll zum Herzerweichen mit der Klarinette ’klezmert’ und Eberwein auf ihrer Harfe das exakt passende rhythmische Korsett liefert, geht das unter die Haut."
06.11.2008, Mittelbayerische Zeitung Kelheim
"Höhepunkt im Novembernebel: Michael Lerchenberg präsentierte ’Ludwig Thoma - ein schwieriger Bayer’ in vollendeter Form im Cabrizio. Die musikalische Gestaltung auf hohem Niveau übernahm das ’creme duett’. Ein wahres Feuerwerk an Mimik, Gestik und Stimm-Modulation brannte Michael Lerchenberg, bekannter Schauspieler, Regisseur, Theaterautor und Intendant ... ab."
dph
04.10.2008, Tegernseer Zeitung
"Es war ein Abend der Widersprüche - homogener aber hätte er nicht sein können: Eben weil Michael Lerchenberg seine Lesung ... als Abend der Brüche darstellte, hätte man den facettenreichen Charakter des Juristen, Rechtsanwalts, Schriftstellers, Redakteurs und Dramatikers Thoma nicht schlüssiger präsentieren können. Ludwig Thomas Zerrissenheit formal zu spiegeln und gleichzeitig chronologisch zu skizzieren, war ein genialer, dramaturgischer Kniff .... Gemeinsam mit Marlene Eberwein an der Harfe und Richard Köll an Saxophon und Klarinette inszenierte Lerchenberg stringente Widersprüchlichkeit. Das außergewöhnliche Klangspektrum der beiden Musiker zwischen Folklore, Jazz, Klassik und Klezmer ... war in keine Schublade einzuordnen, ... ebenso wenig wie Ludwig Thoma und sein vielfältiges Werk."
Alexandra Korimoth
28.11.2007, Augsburger Allgemeine
" ... Der politische Thoma, den Lerchenberg ebenfalls beleuchtete, ist nicht einfach zu verdauen. ... So stellte sich ein Bild ein, das Thoma mit all seinen Qualitäten und Fragwürdigkeiten klar vor Augen treten ließ. Atmosphärisch verdichtet wurde der Abend durch das hochkarätige Musikduo crème duett mit Marlene Eberwein an der Harfe und Richard Köll an Saxophon und Klarinette."
Claudius Wiedemann
23.10.2007, Süddeutsche Zeitung
" ... Im Wechsel von Lesung und kommentierenden Schilderungen skizzierte der Schauspieler an diesem am Ende auch nachdenklich machenden Abend die literarische und auch private Persönlichkeit des 1867 in Oberammergau geborenen Schriftstellers, Juristen und Redakteurs Ludwig Thoma, bei dem Lerchenberg auch in Oberhaching musikalisch stimmungsvoll vom crème duett und deren witziger Melange aus bayrischer Folklore, Jazz, Tango und Klezmer begleitet wurde."
Roswitha Grosse